Titelbild Osteuropa 5-6/2014

Aus Osteuropa 5-6/2014
Teil des Dossiers Ukraine

Zusammenbruch und Neubeginn
Die ukrainische Revolution und ihre Feinde

Gerhard Simon

Abstract

Ende Februar 2014 brach das Regime Janukovyč zusammen, als die Führungseliten dem Präsidenten die Gefolgschaft verweigerten. Der Majdan und der im Blut erstickte Versuch, die Protestbewegung zu zerschlagen, hatten den Boden dafür bereitet. Das Parlament erklärte den Präsidenten für abgesetzt, wählte einen Übergangspräsidenten und eine Übergangsregierung. Es gelang in kurzer Zeit, die Staatskrise abzuwenden und eine außenpolitische Neuorientierung auf den Weg zu bringen. Doch die Ukraine geriet in schwere Turbulenzen, weil Russlands Führung den Machtwechsel in Kiew nicht akzeptierte. Mit der Begründung, das „historische Russland“ wieder zu errichten, annektierte Russland die Krim und destabilisiert mit Instrumenten der verdeckten Intervention den Osten des Landes. Das Ziel ist offenbar, die Ukraine in den russischen Hegemonialbereich zurückzuführen.

(Osteuropa 5-6/2014, S. 9–40)