Titelbild Osteuropa 3-4/2017

Aus Osteuropa 3-4/2017

Völkerrecht statt Einflusszonen!
Der „Plurale Frieden“ fällt in altes Denken zurück

Jakub Eberle, Vladimír Handl

Abstract

In Deutschland wird wieder um die Russlandpolitik gerungen. Eine breite gesellschaftliche Strömung dringt auf Verständigung. Zwei Frankfurter Friedensforscher haben diese Gedanken aufgenommen und weiterentwickelt. Das Ziel: einen Rückfall in den Kalten Krieg zu verhindern. Doch was sie präsentieren, ist ein solcher Rückfall. Hinter dem Konzept des „Pluralen Friedens“ versteckt sich ein Plädoyer für die Anerkennung von Großmachtpolitik und Einflusssphären. Die Autoren schreiben vom Völkerrecht und geben völkerrechtliche Errungenschaften preis, die bereits 1975 in der KSZE-Schlussakte formuliert wurden.

(Osteuropa 3-4/2017, S. 121–127)