Titelbild Osteuropa 1-2/2016

Aus Osteuropa 1-2/2016

Perspektivwechsel – in neun Bänden
„Deutsch-Polnische Erinnerungsorte“

Thomas Urban

Abstract

Deutschland und Polen sind durch ihre gemeinsame Geschichte eng verbunden. Deren gewaltvoller Höhepunkt war der deutsche Angriffskrieg von 1939–1945. Bis heute sind die gegenseitigen Perzeptionen von Misstrauen und Vorurteilen geprägt und rufen zum einen tiefe Schuldgefühle, zum anderen große Ressentiments hervor. Die neunbändige Edition Deutsch-Polnische Erinnerungsorte widmet sich der wechselseitigen Sicht auf historische Schlüsselereignisse, schließt Wissenslücken in den Nationalgeschichten und lotet anhand der jeweiligen Erinnerungskulturen Identitätsunterschiede und Gemeinsamkeiten aus. Dieser in der Historiographie neue Ansatz trägt zum Verständnis auch in der heutigen Bewertung heikler Themen wie Flucht und Vertreibung bei.

(Osteuropa 1-2/2016, S. 237–247)