Titelbild Osteuropa 5-6/2015

Aus Osteuropa 5-6/2015

Strukturkrise und Neuanfang
Russlandforschung in China

Cheng Yang

Abstract

Mit dem Aufstieg zur Weltmacht wachsen auch Chinas äußere Interessen in Politik, Wirtschaft und Kultur. Um diese verfolgen zu können, sind fundierte Kenntnisse über die anderen Kulturräume und Regionen der Welt erforderlich. Die chinesische Russland- und Eurasienforschung, die Wissen über den postsowjetischen Raum zur Verfügung stellen soll, ist in einer strukturellen Krise. Sie hat sich selbst isoliert und ist wissenschaftlich, methodisch und publizistisch nicht wettbewerbsfähig. Ein Paradigmenwechsel, eine intellektuelle Revolution, Internationalisierung, mehr Forschung vor Ort und tatsächliche Interdisziplinarität sind für einen Neustart in der chinesischen Russlandforschung erforderlich.

(Osteuropa 5-6/2015, S. 149–168)