Titelbild Osteuropa 8/2013

Aus Osteuropa 8/2013

Wechseljahre
Ein Kaleidoskop der neuen russischen Literatur

Karlheinz Kasper

Abstract

Die russische Literatur ist in Bewegung geraten. Trotz des unsicheren politischen und geistigen Klimas der Putin-Ära verharrt sie nicht länger in Stagnation, sondern bietet bunte künstlerische Vielfalt. Entlang der Buchpreise Nacional’nyj Bestseller, Bol’šaja Kniga, Russkij Buker und NOS von 2009/10 bis Mitte 2013 lässt sich der Diskurs der Literaturkritik verfolgen. Bekannte Namen wie Dmitrij Bykov, Aleksandr Terechov, Daniil Granin, Lev Rubinštejn und Maksim Kantor prägen das Bild, neue Namen wie Igor’ Višneveckij, Archimandrit Tichon, Marina Stepnova, Natan Dubovickij, Figl’-Migl’, Platon Besedin und Anton Ponizovskij beleben die literarische Szene. Neben sozialkritischen und künstlerisch innovativen Autoren stehen vor allem die „neuen Realisten“ für einen wichtigen Trend. Augenfällig ist der Vormarsch religiös gefärbter Werke.

(Osteuropa 8/2013, S. 59–94)