Titelbild Osteuropa 4/2013

Aus Osteuropa 4/2013

Lippenbekenntnisse
Die Orbán-Regierung und der Rechtsradikalismus

Karin Rogalska

Abstract

In Ungarn ist völkisches Gedankengut höchst populär. Die rechtskonservative Regierung unter Viktor Orbán hat Schriftsteller, Historiker und Journalisten in wichtige Ämter gebracht oder mit staatlichen Ehrungen bedacht, die immer wieder durch antisemitische und romafeindliche Äußerungen auffallen. Insbesondere Orbán distanziert sich nur dann, wenn weiterer Schaden für den Ruf Ungarns im Ausland abgewehrt werden soll. In den Reihen des Fidesz herrscht offenbar die Überzeugung, dass so der weitere Aufstieg des rechtsradikalen Jobbik eingedämmt werden könne. Indes breitet sich in der Gesellschaft eine „Kultur des Hasses“ immer weiter aus.

(Osteuropa 4/2013, S. 41–48)