Titelbild Osteuropa 2-3/2013

Aus Osteuropa 2-3/2013

Ende und Neubeginn der Philologie
Perspektiven für die literaturwissenschaftliche Slavistik

Ulrich Schmid

Abstract

Der Stellenwert der Slavistik an den deutschsprachigen Universitäten wird stark von politischen Konjunkturen beeinflusst. Trotz der Öffnung Europas nach Osten in den vergangenen 25 Jahren bleibt die akademische Beschäftigung mit den kleinen Slavinen marginal. Dabei sind die Voraussetzungen sehr gut: Die Slavistik hat die methodische Reflexion philologischer Interpretation in die Literaturwissenschaft eingeführt und funktioniert heute als Umschlagplatz von Theorieangeboten aus Ost und West. Die Slavistik sticht im Fächerkanon der philologisch-historischen Fakultäten durch ihre literaturtheoretische Fundierung und ihre kulturwissenschaftliche Deutungskompetenz heraus. Hier liegt eine Chance disziplinärer Profilierung, die nicht von der politischen Großwetterlage abhängig ist.

(Osteuropa 2-3/2013, S. 31–54)