Titelbild Osteuropa 2-3/2013

Aus Osteuropa 2-3/2013

Den Verhältnissen auf der Spur
Das Jahrhundert deutscher Osteuropaforschung

Karl Schlögel

Abstract

Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, die 1913 ursprünglich zum Studium Russlands aus der Taufe gehoben wurde, ist ein Kind der Wissenschaft und der Politik. In der Osteuropaforschung spiegelt sich der Umgang der Deutschen mit ihren östlichen Nachbarn wider. Er ist gekennzeichnet von Faszination und Feindschaft, Annäherung und Abgrenzung, wissenschaftlicher Erkenntnis und empirischer Analyse, aber auch von der Mitwirkung an Krieg und Völkermord. Erst 1989 gewinnt der Osten seine eigene Stimme wieder. Osteuropastudien, die den Verhältnissen auf der Spur bleiben wollen, bleiben aufregend wie die Entwicklung selbst: unabsehbar und voller Überraschungen. Denn Geschichte hält sich nicht an Pläne oder Programme.

(Osteuropa 2-3/2013, S. 7–30)