Titelbild Osteuropa 10/2013

Aus Osteuropa 10/2013

Bipolar
Homophobie und Toleranz in Polen

Tomasz Kitliński, Paweł Leszkowicz

Abstract

Sexuelle Minderheiten leben in Polen in einer paradoxen Situation. Einerseits wurden homosexuelle Beziehungen in Polen früher als in vielen anderen Ländern entkriminalisiert. Auch gibt es in Polen eine äußerst lebendige Szene von LGBT-Aktivisten und -Künstlern. Andererseits sind homophobe Ressentiments in der Gesellschaft weit verbreitet, und es gibt kein spezifisches Verbot von Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung. Die gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften lässt auf sich warten. Doch gerade die heftigen Debatten tragen dazu bei, dass sich die Öffentlichkeit an „queere“ Themen und nicht-heterosexuelle Lebensformen gewöhnt.

(Osteuropa 10/2013, S. 195–239)