Titelbild Osteuropa 6-8/2012

Aus Osteuropa 6-8/2012

Russlands Parallelwelten
Dynamische Zentren, stagnierende Peripherie

Natal’ja Zubarevič

Abstract

Russland besteht aus drei Parallelwelten. In den modernen Großstädten, den sowjetisch geprägten Industriestädten und im ländlichen Raum lebt jeweils ein Drittel der Bevölkerung. In Moskau und St. Petersburg sowie in den zwölf weiteren Millionenstädten ballen sich Politik und Wirtschaft, Zuwanderung und Modernisierung prägen das Bild. Hier findet ein rascher Wertewandel statt, die gebildete Bevölkerung verlangt politische Reformen. Das herrschende Regime stützt sich jedoch bislang auf die Bevölkerungsmehrheit aus den mit staatlichen Geldern alimentierten alten Industriestädten und den patriarchalisch orientierten peripheren Räumen.

(Osteuropa 6-8/2012, S. 263–278)