Titelbild Osteuropa 2/2012

Aus Osteuropa 2/2012

Vom Umgang mit Asymmetrie
Polen und Russland: Ein Neuanfang

Jarosław Ćwiek-Karpowicz

Abstract

Die Beziehungen zwischen Polen und Russland leiden unter der starken Asymmetrie zwischen den beiden Staaten. Nach anderthalb Jahrzehnten verbaler Auseinandersetzungen versuchen beide Staaten seit 2009 einen Neuanfang. Erleichtert wurde dies dadurch, dass auch die USA ihr Verhältnis zu Moskau neu bestimmten. Auch wenn sich die polnisch-russischen Beziehungen deutlich verbessert haben und nicht mehr essentiell vom Verhältnis zwischen Washington und Moskau abhängen, ist ein Durchbruch noch nicht gelungen. Eine Überwindung der grundlegenden Differenzen zwischen Polen und Russland – Stichworte Energiepolitik und Erinnerungspolitik – setzt einen echten Wandel in Russland voraus.

(Osteuropa 2/2012, S. 71–80)