Titelbild Osteuropa 2/2012

Aus Osteuropa 2/2012

Konfliktregulierung in Georgien
Chance und Verpflichtung für die EU

Ondřej Ditrych, Vít Střítecký

Abstract

Seit 20 Jahren schwelen in Georgien die Konflikte um die separatistischen Gebiete Abchasien und Südossetien. Nach dem Bürgerkrieg 1990–1995 versuchten die Vereinten Nationen und die OSZE, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Die USA wollten Georgien gegenüber Russland stärken. Der Krieg zwischen Georgien und Russland im August 2008 hat die Situation verändert. Die OSZE und die VN mussten ihre Missionen abziehen, die USA schränkten ihr Engagement ein. Dies ist die Stunde der EU. Sie steht als einziger internationaler Vermittler in der Pflicht, eine erneute Eskalation zu verhindern. Sie hat die Chance, wichtige Ziele ihrer Ostpolitik zu verwirklichen.

(Osteuropa 2/2012, S. 135–159)