Titelbild Osteuropa 2-3/2011

Aus Osteuropa 2-3/2011

Einmal „Erde“ und zurück
Bevölkerungsbewegung in Russlands Hohem Norden

Florian Stammler, Elena Khlinovskaya

Abstract

Im Vergleich zu anderen arktischen Regionen ist Russlands Arktis wesentlich dichter besiedelt. Dies ist das Ergebnis einer Bevölkerungspolitik, die in erster Linie der Industrialisierung diente. In der Sowjetunion waren Deportationen, durch Subventionen geförderte Umsiedlungen und Sesshaftmachung von Nomaden die Instrumente dieser Politik. Russland verfolgt heute andere politische und wirtschaftliche Ziele und versucht, unrentabel gewordene Siedlungen im Norden aufzulösen. Doch die Rücksiedlung stößt auf Widerstand. So leben in den neuen Geisterstädten des Nordens noch immer oder wieder einstige Umsiedler.

(Osteuropa 2-3/2011, S. 347–370)