Titelbild Osteuropa 5/2010

Aus Osteuropa 5/2010

Paradoxien des Alters
Gerontologie und soziale Realität in Russland

Ol’ga Krasnova

Abstract

Russland ist eine alternde Gesellschaft. Mit der späten Lebensphase beschäftigte sich primär die Medizin. Das Bild vom Alter war negativ. Erst seit den 1990er Jahren kommt das Bild in Bewegung. Das ist ein Verdienst der sozialpsychologisch orientierten Gerontologie. Der sozioökonomische Umbruch verschärfte die sozialen Probleme, öffnete aber auch neue Wege zu deren Bewältigung. Heute gibt es in Russland soziale Dienste, deren Qualität aber an mangelhaften gesetzlichen Grundlagen, lückenhafter Ausbildung des Personals und dem Fehlen zivilgesellschaftlicher Institutionen krankt.

(Osteuropa 5/2010, S. 191–204)