Titelbild Osteuropa 5/2010

Aus Osteuropa 5/2010

Minimal versorgt, partiell geachtet
NS-Opfer in den ostslawischen Staaten

Sabine Erdmann-Kutnevic

Abstract

Vor 65 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Einige der Rentnerinnen und Rentner in Belarus, der Ukraine und Russland sind bereits nach dem Krieg geboren. Doch der überwiegende Teil der Rentner hat den Krieg noch persönlich erlebt. Von staatlicher Seite wird zu wenig getan, um die älteren Menschen materiell, medizinisch und sozial zu versorgen. Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Erinnerungen können sie nicht genügend in der Gesellschaft einbringen. Dabei ist das Verhältnis der Gesellschaft zu ihren alten Menschen ein Indikator dafür, wie zivilisiert und reif sie ist.

(Osteuropa 5/2010, S. 63–76)