Titelbild Osteuropa 10/2010

Aus Osteuropa 10/2010

Allegro, ma non troppo
Italiens Wirtschaftsbeziehungen zu Russland

Gabriella Berolatti

Abstract

Italien versteht sich als ein strategischer Partner Russlands in der EU. Rom macht sich für eine intensive Einbindung Moskaus in den Brüsseler Orbit stark. Bilateral dominiert in Italiens Beziehungen zu Russland der Handel. Sieht man von einem kurzzeitigen Einbruch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise ab, wächst das Handelsvolumen seit 2000 kontinuierlich, aber mäßig. Italien importiert vor allem Rohstoffe und exportiert Maschinen, Lebensmittel und Konsumgüter. Unter den Nicht-EU-Staaten ist Russland nach den USA und China Italiens drittgrößter Wirtschaftspartner. Dennoch fühlen sich vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat von Italiens Wirtschaft bilden, von der Regierung im Russlandgeschäft oft allein gelassen.

(Osteuropa 10/2010, S. 101–151)