Titelbild Osteuropa 2-3/2009

Aus Osteuropa 2-3/2009

Wirtschaftswunder und Staatsverschuldung
Zur politischen Ökonomie Ostmitteleuropas

Dorothee Bohle, Béla Greskovits

Abstract

20 Jahre Demokratie und Marktwirtschaft in Ostmitteleuropa sind ein großer Erfolg. Dies unterscheidet Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn von fast allen anderen postsozialistischen Staaten. Das Erfolgsmodell hat zwei Komponenten. Zum einen ist es den vier Staaten gelungen, zum Fertigungsstandort transnationaler Konzerne zu werden. Das schafft Arbeitsplätze und bringt Kapital in die Region. Zum anderen haben die Regierungen die sozialen Härten der Transformation wohlfahrtsstaatlich abgefedert. Der Preis ist eine enorme Staatsverschuldung. Seit dem EU-Beitritt muss gegen diese vorgegangen werden. Die Unzufriedenheit wächst, populistische Kräfte finden immer mehr Zulauf.

(Osteuropa 2-3/2009, S. 349–356)