Titelbild Osteuropa 2-3/2009

Aus Osteuropa 2-3/2009

„Literatur, von der wir geträumt hatten!“
Das Buch und die Ambivalenzen von 1989

Christina Links, Katharina Raabe

Abstract

Der Kalte Krieg und die deutsche Teilung hatten auf die Rezeption von Literatur aus Osteuropa starken Einfluss. In der DDR wirkte der Verlag Volk & Welt als Drehscheibe der Literaturvermittlung. Die Systematik und Kompetenz der Mitarbeiter waren vorbildlich. Ideologische Vorgaben und Zensur setzten ihrem Wirken Grenzen. In der Bundesrepublik gab es eine komplementäre Rezeption. Hier erschien auch, was in der DDR verboten war. Einzelne Enthusiasten wirkten als Vermittler. 1989 war eine Zäsur. Während sich für die Verlage aus dem Westen neue Chancen eröffneten, verloren die im Osten ihre Sonderstellung. Über „Bückware“ und „Bestseller“, Marktgesetze und Kompetenzverluste, verschiedene Leseerfahrungen sowie das Suchen und Finden guter Literatur sprechen die Lektorinnen Christina Links und Katharina Raabe.

(Osteuropa 2-3/2009, S. 251–263)