Titelbild Osteuropa 2-3/2009

Aus Osteuropa 2-3/2009

Blick zurück nach vorn
Russland zwischen Geschichte und Globalisierung

Fedor Luk’janov

Abstract

Ohne die Perestrojka und das Neue Denken in der Sowjetunion wäre weder der Ost-West-Konflikt beendet worden, noch hätten die Ostmitteleuropäer ihre Freiheit erreicht. 20 Jahre nach 1989 sucht Russland noch immer seine politische Identität und seinen Platz in der Welt. Russlands politische Eliten haben den Zerfall der Sowjetunion nicht verwunden. Die Sehnsucht nach dem Imperium und das wiedergewonnene Großmachtbewusstsein stehen im Widerspruch zu den wirtschaftlichen und demographischen Möglichkeiten. Innenpolitisch bleibt Russlands Weg ein anderer als der, den die postkommunistischen Staaten in Ostmitteleuropa eingeschlagen haben. Außenpolitisch steht die Neujustierung der Beziehungen zur EU auf der Tagesordnung.

(Osteuropa 2-3/2009, S. 133–150)