Titelbild Osteuropa 3/2008

Aus Osteuropa 3/2008

Übersetzung, Interkulturalität, Kontakte
Themen der osteuropäisch-jüdischen Geschichte

Gertrud Pickhan

Abstract

Nicht nur in Ost- und Ostmitteleuropa dient Geschichte wieder vermehrt der nationalen Selbstvergewisserung. Pluralität und kulturelle Differenz bleiben dabei weitgehend ausgeblendet. Die historischen jüdischen Lebenswelten im Osten Europas lassen dagegen andere Kategorien als die nationale Meistererzählung in den Vordergrund treten: Sie waren gekennzeichnet durch Mehrsprachigkeit, Migration und Kulturkontakte, die mit permanenten Übersetzungsprozessen einhergingen. Sie entsprachen somit bereits postmodernen Befindlichkeiten unserer Tage.

(Osteuropa 3/2008, S. 117–124)