Titelbild Osteuropa 8-9/2007

Aus Osteuropa 8-9/2007

Die Hungersnot in Kasachstan
Aufarbeitung der stalinistischen Verbrechen

Rudolf A. Mark

Abstract

Die Hungersnot gehörte zu den großen „weißen Flecken“ der sowjetischen Historiographie Kasachstans. Seit der Unabhängigkeit des Staates ist diese Katastrophe Gegenstand der historischen Forschung – auch als ein nationales Projekt. Die Hungersnot wurde lange als „Betriebsunfall“ oder als „Verletzung leninscher Prinzipien“ erklärt. Mit wachsender Distanz zur Sowjetzeit wird sie als Teil der gewaltsamen Nivellierungs- und Disziplinierungspolitik des als totalitär verstandenen stalinschen Systems interpretiert.

(Osteuropa 8-9/2007, S. 571–588)