Titelbild Osteuropa 7/2006

Aus Osteuropa 7/2006

Der Wandel autoritärer Systeme
Postkommunistische Volksbewegungen für Demokratie

Gerhard Simon

Abstract

In einigen autoritär verfaßten postkommunistischen Staaten entstanden Volksbewegungen, welche die Machthaber herausgefordert und die Umwandlung der autoritären Regime in demokratische Ordnungen verlangt haben. Eine komparative Analyse der Entwicklungen in Serbien, der Ukraine, Georgien und Kyrgyzstan, wo die Volksbewegungen einen Regimewechsel erzwangen oder partiell erfolgreich waren, sowie ein kontrastiver Blick auf die gescheiterten Initiativen in Azerbajdžan und Belarus läßt die Voraussetzungen deutlich werden, unter denen ein demokratischer Wandel möglich ist. Erforderlich sind oppositionelle Organisationserfahrung, Spaltung der Eliten, ein klar definiertes und beschränktes Ziel, Massenmobilisierung und Gewaltfreiheit.

(Osteuropa 7/2006, S. 79–94)