Titelbild Osteuropa 5/2019

Aus Osteuropa 5/2019

Mit Gott und Nation gegen die Katastrophe
„Rechte“ Literatur in Polen nach 1989

Maciej Urbanowski

Abstract

In Polen hat sich nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Volksrepublik wieder eine „rechte“ Literaturszene entwickelt. Diese Literatur ist Ausdruck einer politischen und ideologischen Polarisierung der Gesellschaft. Wie in der Zwischenkriegszeit ist das Phänomen vielfältig. Traditionalismus, Patriotismus, Katholizismus, Antikommunismus und Katastrophismus kennzeichnen die Haltung heutiger „rechter“ Autoren. Dazu kommt das Misstrauen gegen Liberalismus, Globalisierung und die Moderne. Die „rechte“ Literatur ist aus ihrer Nische herausgetreten, wird breiter rezipiert und erntet Anerkennung bei der Literaturkritik.

(Osteuropa 5/2019, S. 123–139)