Titelbild Osteuropa 3-5/2018

Aus Osteuropa 3-5/2018

Schwache Brüder
Polen und Ungarn in der Zwischenkriegszeit

Maciej Górny

Abstract

Ungarn war Verlierer des Ersten Weltkriegs, Polen Gewinner. Doch die Verwüstungen, die der Krieg hinterlassen hatte, stellten beide Länder vor ähnliche Herausforderungen. Gewalt war endemisch, Armut weit verbreitet. Die meisten Menschen standen der Demokratie gleichgültig gegenüber, so dass diese keine Wurzeln schlagen konnte. Antisemitismus drang in die Mitte der Gesellschaft vor, und die Regierungen schränkten im Namen einer „nationalen Wiedergeburt“ und der „Reinheit der Nation“ immer mehr bürgerliche Freiheiten ein. Beide Länder nahmen eine autoritäre Entwicklung.

(Osteuropa 3-5/2018, S. 369–386)