Titelbild Osteuropa 1-2/2017

Aus Osteuropa 1-2/2017

Kampf der Ideen
US-Auslandspropaganda im frühen Kalten Krieg

Benno Nietzel

Abstract

Unter dem Vorzeichen von „Psychological Warfare“ entstand im frühen Kalten Krieg ein neues Expertenfeld. Regional- und Kommunikationsforschungen gingen eine enge Verbindung ein. Sozialwissenschaftler begannen, systematisch die Strukturen der sowjetischen Gesellschaft zu beleuchten, und vermarkteten Grundlagenforschung als nützlich für „psychologische Kriegsführung“. Wissenschaftliche Expertise konkurrierte mit dem heimischen Wissen über PR und der praktischen Erfahrung der Propaganda-Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg. Doch die auf Grundlagenforschung aufbauende Politikberatung hatte nur geringe Resonanz.

(Osteuropa 1-2/2017, S. 153–162)