Titelbild Osteuropa 1-2/2017

Aus Osteuropa 1-2/2017

Gunst der Stunde
Rassenanthropologie in Osteuropa seit 1914

Maciej Górny

Abstract

Der Erste Weltkrieg war eine „Sternstunde“ der Rassenanthropologie. Überfüllte Kriegsgefangenenlager boten reichlich Gelegenheit für anthropologische Forschung. Deutsche und österreichische Wissenschaftler nutzten die Chance zu Massenmessungen an Nationalitäten vor allem aus dem Zarenreich und aus Südosteuropa. Doch auch Anthropologen aus Ostmitteleuropa nahmen an diesen Untersuchungen aktiv teil. In den nach dem Ersten Weltkrieg neugegründeten Staaten gewann die Rassenanthropologie erheblich an Bedeutung. Die stärkste Entwicklung erfuhr diese Forschungstradition in der Zwischenkriegszeit also zunächst gerade im Osten Europas.

(Osteuropa 1-2/2017, S. 79–87)