Titelbild Osteuropa 6-7/2016

Aus Osteuropa 6-7/2016

Prekäre Verhältnisse
Polarisierung auf Polens Arbeitsmarkt

Irena Wóycicka

Abstract

Seit dem Beitritt zur Europäischen Union ist Polens Volkswirtschaft beträchtlich gewachsen. Das Lebensniveau der Bevölkerung hat sich verbessert, die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Dies gelang auch durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Doch das hat seinen Preis: Immer mehr Menschen arbeiten mit sogenannten „Wegwerfverträgen“ in befristeten Arbeitsverhältnissen. Oft sind arbeits- und sozialrechtliche Minimalstandards nicht gewährleistet. Die Frustration über die Lage hat viele Jungwähler in die Arme der extremen Rechten getrieben. Wer dem entgegenwirken will, muss die Fragmentierung des Arbeitsmarkts überwinden und die Entstehung eines Prekariats verhindern.

(Osteuropa 6-7/2016, S. 83–94)