Titelbild Osteuropa 7-10/2015

Aus Osteuropa 7-10/2015

Ferne Nachbarn
Die Europäische Union im Südkaukasus

Michèle Knodt, Sigita Urdze

Abstract

Das Interesse der EU am Südkaukasus ist begrenzt. Nach der Unabhängigkeit Armeniens, Aserbaidschans und Georgiens leistete sie humanitäre Hilfe und engagierte sich in der Entwicklungszusammenarbeit. Den ethnoterritorialen Konflikten in der Region schenkte die EU kaum Beachtung. Eine spezielle Südkaukasus-Politik hat sie nicht entwickelt. Für Brüssel war der Raum Teil der östlichen Partnerschaft. Dieses Modell ist an seine Grenzen gestoßen. Lediglich Georgien hat ein Assoziierungsabkommen mit der EU unterzeichnet, Armenien hat davon Abstand genommen, und Aserbaidschan hat von Anfang an klar gemacht, dass es nicht bereit ist, sich den Bedingungen der EU anzupassen.

(Osteuropa 7-10/2015, S. 469–485)