Titelbild Osteuropa 7-10/2015

Aus Osteuropa 7-10/2015

Erdöl und Erdgas im Südkaukasus
Binnenversorgung, Export, Transit

Roland Götz

Abstract

Von den drei südkaukasischen Staaten kann nur Aserbaidschan seinen Bedarf an Erdöl und Erdgas selbst decken. Georgien und Armenien sind auf Importe dieser Energieträger angewiesen. Armenien lehnt sich energiepolitisch an Russland an, Georgien hat sich als Transitland für die Lieferung von Öl und Gas aus dem Kaspischen Raum nach Europa etabliert. Aserbaidschan bereitet den Gasexport nach Europa vor. Ob zukünftig auch Erdgas aus Turkmenistan über Aserbaidschan und Georgien in die EU gelangen wird, ist ungewiss. Die EU bemüht sich mit wenig Erfolg um die Errichtung eines ihren Wettbewerbsregeln unterworfenen „südlichen Gaskorridors“, weil sie die Interessen der Gasförderländer der Region verkennt.

(Osteuropa 7-10/2015, S. 365–382)