Titelbild Osteuropa 5-6/2015

Aus Osteuropa 5-6/2015

Bambus im Wind
35 Jahre Osteuropaforschung in China

Shaolei Feng

Abstract

Nach Maos Tod erwachte in China das Interesse an der Sowjetunion und an Osteuropa. Ziel war es, dort Anregungen zur Modernisierung und Öffnung des eigenen Landes zu finden. Die Osteuropaforschung war somit von Beginn an politiknah und praxisorientiert. Mit dem Fall der kommunistischen Parteiherrschaft in Osteuropa und der Auflösung der UdSSR 1991 verlor die chinesische Osteuropaforschung ihr Forschungsobjekt: die Reform des Sozialismus. Nach einer Dekade politischen Desinteresses an Russland wächst in China nun wieder der Bedarf an Russlandexpertise.

(Osteuropa 5-6/2015, S. 169–174)