Titelbild Osteuropa 5-6/2015

Aus Osteuropa 5-6/2015

Adidas statt Stacheldraht
Die Öffnung der sowjetisch-chinesischen Grenze

Sören Urbansky

Abstract

Die Grenze zwischen China und der UdSSR war seit dem Zerwürfnis in den 1960er Jahren ein streng bewachter, kaum durchlässiger „Eiserner Vorhang“ in Asien. Regimewechsel in Peking und Moskau führten in den 1980er Jahren schrittweise zu einer Öffnung der Grenze. Anfangs überwachten die Regierungen beider Länder diesen Prozess. Spätestens mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstand im Grenzland jedoch eine Eigendynamik, bei der Moskau die Kontrolle über lokale Initiativen aus den Händen glitt.

(Osteuropa 5-6/2015, S. 49–65)