Titelbild Osteuropa 11-12/2015

Aus Osteuropa 11-12/2015

Von Dostoevskij bis Sorokin
Russische Literatur in deutschen Erst- und Neuübersetzungen 2015

Karlheinz Kasper

Abstract

Unter den 30 Titeln des Jahrgangs 2015 sind 22 Erstübersetzungen, die meisten davon aus der Gegenwartsliteratur. Diese wendet sich gern den „wilden“ 1990er Jahren mit ihren halbherzigen Reformen und schmerzhaften Verwerfungen im politischen und sozialen Leben zu (markante Beispiele sind der in Russland unterdrückte Roman Menschen im August von Sergej Lebedev und Aleksandr Iličevskijs Roman Matisse). Eine groteske Vision von einer mittelalterlichen Zukunft Russlands entwirft Vladimir Sorokin in dem Roman Telluria. Erstmals auf Deutsch sind lange Zeit verbotene Werke von Ol’ga Berggol’c, Michail Prišvin und Sigizmund Kržyžanovskij herausgekommen. Unter den Neuübersetzungen ragen die von Peter Urban übertragenen Späten Erzählungen Anton Čechovs und Michail Osorgins Roman Eine Straße in Moskau hervor.

(Osteuropa 11-12/2015, S. 155–186)