Titelbild Osteuropa 7/2014

Aus Osteuropa 7/2014

Gelenkte Xenophobie
Migration und nationale Frage in Russland

Susanne Spahn

Abstract

Fremdenfeindlichkeit ist eines der brennendsten Probleme Russlands. Zwei Drittel der Bürger Russlands unterstützen die Losung „Russland den Russen“. Die Wahrnehmung, Russland sei von Migranten „überschwemmt“, ist weit verbreitet. Dabei mangelt es an Zuwanderern, die Russland zur Modernisierung dringend benötigt. Die Fremdenfeindlichkeit verhindert eine auf Integration zielende Migrationspolitik. Statt den zugewanderten Arbeitskräften einen legalen Status zu verleihen, nutzt die Führung im Kreml die Xenophobie, um ihre Macht zu konsolidieren.

(Osteuropa 7/2014, S. 55–68)