Titelbild Osteuropa 10/2013

Aus Osteuropa 10/2013
Teil des Religion im Konflikt

„Propaganda der Sünde“
Die ROK und die Rechte der sexuellen Minderheiten

Konstantin Michajlov

Abstract

Die Russisch-Orthodoxe Kirche setzt sich mit Sexualität und Genderfragen theologisch kaum auseinander. Statt dessen beruft sie sich auf diffuse Traditionen. Die im Jahr 2000 verabschiedete „Sozialdoktrin“ bezeichnet Homosexualität als Perversion. Diese Position hat mittlerweile der Staat übernommen. Ihm geht es noch weniger als der Kirche um Religion und Moral. Homophobie ist vielmehr Teil der antiwestlichen Propaganda. Dies schwächt auch jene Kreise in der Kirche, die auf eine Modernisierung der Theologie setzen.

(Osteuropa 10/2013, S. 87–98)