Titelbild Osteuropa 1/2013

Aus Osteuropa 1/2013

„Krieg und Frieden“
1812 bei Tolstoj und bei Dornhelm

Christine Engel

Abstract

Lev Tolstoj zeigt in seinem Roman Krieg und Frieden (1868/69) anhand von vier Familien, wie der Krieg von 1812 die gesellschaftlichen Widersprüche und den Epochenbruch an die Oberfläche bringt. Robert Dornhelm geht es in seiner TV-Adaption (2007) dagegen weniger um die Spannung zwischen persönlichem Schicksal und großer Geschichte, sondern um die Transformation des Romans in ein (globalisiertes) Melodram. Im Vordergrund stehen dabei der private Bereich und mit ihm ganz allgemeine Gefühle wie Liebe, Hoffnung oder Trauer.

(Osteuropa 1/2013, S. 93–102)