Titelbild Osteuropa 1/2013

Aus Osteuropa 1/2013

Kanonendonner und Glockenklänge
Petr Čajkovskijs Festouvertüre 1812

Boris Belge

Abstract

Čajkovskijs Ouvertüre 1812 gehört zu den beliebtesten russischen Kompositionen. Sie ist nicht nur wegen ihrer bombastischen Instrumentation und der akustischen Effekte hörenswert. Das Werk ist auch eine wichtige historische Quelle. Es verrät jedoch mehr über den Hintergrund seiner Entstehungszeit als über das Geschehen von 1812. Als „virtuelle Kriegserfahrung“ zur Einweihung der Christi-Erlöser-Kathedrale im Jahr 1882 spielt sie eine besondere Rolle in der russischen Erinnerungspolitik.

(Osteuropa 1/2013, S. 83–92)