Titelbild Osteuropa 4/2012

Aus Osteuropa 4/2012

Motor der Verwestlichung
Das sowjetische Ėstrada-Lied 1950–1975

Ingo Grabowsky

Abstract

Nach dem Tod Stalins brach der monolithische Charakter der Sowjetkultur auch im Ėstrada-Lied, der sowjetischen Form des populären Liedes, auf. Im Wechselspiel von staatlicher Einflussnahme, Publikumsinteressen und Produktionsbedingungen erlaubten sich die Künstler immer mehr Freiheiten. Der politisch akzeptierte Šljager, wie das erfolgreiche Lied auch genannt wurde, nahm in der sowjetischen Gesellschaft der 1950er bis 1980er Jahre einen bedeutenden Platz ein. Die Ėstrada war Motor der Verwestlichung.

(Osteuropa 4/2012, S. 21–36)