Titelbild Osteuropa 2/2012

Aus Osteuropa 2/2012
Teil des Dossiers OSZE

Beabsichtigte Kollateralschäden
Russlands "neue Sicherheitsarchitektur"

Jurij Fedorov

Abstract

Russland möchte eine neue Sicherheitsarchitektur für Europa. Mit dieser soll der Kalte Krieg überwunden und ein gemeinsamer Sicherheitsraum geschaffen werden. Das wahre Ziel verhehlt Moskau kaum: NATO und OSZE sollen ersetzt werden. Russland möchte Sicherheit nur noch militärisch verstanden wissen und ein Vetorecht in allen europäischen Sicherheitsfragen erhalten. Wer hofft, ein Entgegenkommen würde eine sicherheitspolitische Kooperation mit Russland in anderen Fragen erleichtern, irrt. Russlands Außenpolitik funktioniert nach einem reinen Machtmodus, Kompromisse gelten Moskau als Zeichen der Schwäche.

(Osteuropa 2/2012, S. 27–36)