Titelbild Osteuropa 11-12/2012

Aus Osteuropa 11-12/2012

Heißhunger auf Neue Musik
Das Ende des Stalinismus und der Warschauer Herbst

Rüdiger Ritter

Abstract

Der 1956 ins Leben gerufene Warschauer Herbst war ein Ergebnis des Aufbruchs der polnischen Gesellschaft und Kunst nach dem Ende des Stalinismus. Auf dem Festival wurde zeitgenössische Musik polnischer und internationaler, auch westlicher Komponisten aufgeführt. Vorreiter der internationalen Öffnung der polnischen Musikkultur, Mitbegründer des Festivals und langjähriges Mitglied der Programmkommission war Witold Lutosławski. Bis 1990 fungierte das enorm populäre Festival als Schaufenster des „Westens im Osten“ und als zentraler Ort der Begegnung für Musikschaffende aus allen sozialistischen Ländern. Heute hat es seine Ausnahmestellung eingebüßt, genießt aber bei Musikinteressierten noch immer hohes Ansehen.

(Osteuropa 11-12/2012, S. 85–102)