Titelbild Osteuropa 8-9/2011

Aus Osteuropa 8-9/2011

Mobilisierungsdiktatur im Krieg
Stalinistische Herrschaft im belagerten Leningrad

Jörg Ganzenmüller

Abstract

Den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland wertete die sowjetische Führung als Beweis für die Überlegenheit ihrer Gesellschaftsordnung. Westliche Forscher sahen den Grund für die Opferbereitschaft der sowjetischen Bevölkerung im Patriotismus und einer zeitweiligen politischen Liberalisierung. Doch selbst im Ausnahmezustand des belagerten Leningrads gab es keine „Atempause“. Die stalinistische Herrschaftspraxis und die Mechanismen zur politischen und wirtschaftlichen Mobilisierung blieben erhalten. Sogar die politische Repression hielt an.

(Osteuropa 8-9/2011, S. 117–134)