Titelbild Osteuropa 8-9/2011

Aus Osteuropa 8-9/2011

Brüchige Erinnerung
Die Geschichte des Blockademuseums

Susanne Brammerloh

Abstract

Wer das „Staatliche Gedenkmuseum für die Verteidigung und Belagerung von Leningrad“ am Soljanoj pereulok besucht, ahnt nichts von seiner dramatischen Geschichte. Noch während der Belagerung durch die Wehrmacht entstand 1942 unmittelbar nach dem Hungerwinter eine erste Ausstellung. Daraus ging ein Museum hervor, das sich großen Zuspruchs erfreute, ehe es im Spätstalinismus im Zuge der „Leningrader Affäre“ geschlossen wurde. Die meisten Exponate wurden vernichtet. Erst in der Perestrojka wurde das Blockademuseum wiedergegründet. Nun soll eine neue Dauerausstellung an eine der größten Tragödien im Zweiten Weltkrieg erinnern.

(Osteuropa 8-9/2011, S. 343–352)