Titelbild Osteuropa 8-9/2011

Aus Osteuropa 8-9/2011

Beethoven gegen Hitler
Das Leningrader Radio in der Blockade

Lev S. Marchasev

Abstract

Ol’ga Berggol’c sprach vielen Überlebenden aus der Seele: „Nirgends hat das Radio soviel bedeutet wie während des Krieges in unserer Stadt.“ Für die Belagerten war das Radio die einzige Informationsquelle und Verbindung mit der Außenwelt, zugleich Ermutigung und Trost. Es gehörte zum Alltag der belagerten Stadt wie die Luft zum Atmen. Der Zensur, der Angst und dem Terror zum Trotz gelang es Journalisten und Dichtern, den Menschen die Wahrheit zu sagen. Nur wenige Sendebänder entgingen später der Vernichtung durch Stalins Schergen. Der Journalist Lev S. Marchasev kam Ende 1942 als Schüler zum ersten Mal ins Haus des Rundfunks.

(Osteuropa 8-9/2011, S. 215–230)