Titelbild Osteuropa 5-6/2011

Aus Osteuropa 5-6/2011

Polen in Bewegung
Migration nach dem EU-Beitritt

Paweł Kaczmarczyk

Abstract

Mit der Öffnung des Arbeitsmarktes für die neuen EU-Länder waren in Deutschland viele Ängste verbunden. Die Entwicklung seit 2004 zeigt, dass die Migration aus Polen in die EU-Länder, die ihre Arbeitsmärkte zuerst öffneten, sich von der „herkömmlichen“ Arbeitsmigration unterscheidet. Es sind vorwiegend junge, gut ausgebildete Polen, die sich oft nur temporär im Ausland niederlassen. Ein solcher Zustrom ist für die Zielländer wirtschaftspolitisch positiv. Das deutsche Zögern, seinen Arbeitsmarkt zu öffnen, könnte sich als kontraproduktiv erweisen. Ein hohe Zuwanderung qualifizierter Migranten ist kaum zu erwarten.

(Osteuropa 5-6/2011, S. 175–188)