Titelbild Osteuropa 5-6/2011

Aus Osteuropa 5-6/2011

Das Ende der Fatalismen
Polen, Deutschland und ein anderes Europa

Piotr Buras

Abstract

Jahrzehntelang war der polnische Blick auf Deutschland fatalistisch: Die einen glaubten, beide Nationen seien in Feindschaft verfangen. Andere beklagten Polens periphere Lage in Europa. Dritte klagten über die Ungleichzeitigkeit der Entwicklungen, die eine Kooperation erschwere. Diese Fatalismen sind passé. Die Euro-Krise, wachsende EU-Skepsis und das Stottern des deutsch-französischen Motors zeigen: Die alte Logik der Integration gilt nicht mehr, die alte Optik funktioniert nicht mehr. Das eröffnet Polen und Deutschland die Chance, als neuer Motor für eine neue „Europäisierung Europas“ zu wirken. Felder sind die Wirtschafts- und Währungspolitik, die Energie und Klimapolitik.

(Osteuropa 5-6/2011, S. 7–16)