Titelbild Osteuropa 12/2011

Aus Osteuropa 12/2011

Zwischen Romantik und Atonalität
Wege der ungarischen Musik im 20. Jahrhundert

László J. Györi

Abstract

Die ungarische Musik stand im 19. Jahrhundert ganz unter deutschem Einfluss. Im 20. Jahrhundert machte sie durch die Entdeckung volksmusikalischer Traditionen einen bedeutenden Entwicklungsschritt. Béla Bartók war als genuin moderner Komponist im Ausland erfolgreich, Zoltán Kodály wurde in Ungarn eminent wichtig. Sein folkloristisch gefärbter Klassizismus passte gut in die sozialistische Kulturpolitik. Nach einer Phase der Isolation setzte nach dem Aufstand von 1956 eine Öffnung im ungarischen Musikleben ein. Verbotene Werke und westliche Einflüsse wurden zugelassen. Junge Komponisten wie György Ligeti und György Kurtág fanden Anschluss an internationale Entwicklungen. Ihr Œuvre gehört heute zum Repertoire der Moderne.

(Osteuropa 12/2011, S. 373–382)