Titelbild Osteuropa 12/2011

Aus Osteuropa 12/2011

Grausam und rätselhaft
Zeitgenössische ungarische Literatur

Attila Bombitz

Abstract

Die politische Wende hat in Ungarn keine ähnlich radikale Veränderung der Literatur nach sich gezogen. Die literarische Wende ging dem politischen Systemwechsel vielmehr voraus: Bereits in den 1970er und 1980er Jahren entstanden formal sehr avancierte, ideologiefreie Texte. Erweitert hat sich seit 1989 das inhaltliche Spektrum. Früher tabuisierte Themen sind heute selbstverständlich. Typisch für die ungarische Gegenwartsliteratur ist ein Nebeneinander von traditionellen, modernen und postmodernen Erzählformen sowie das Interesse an der nationalen Geschichte.

(Osteuropa 12/2011, S. 383–392)