Titelbild Osteuropa 12/2011

Aus Osteuropa 12/2011

Blicke auf ein gespaltenes Land
Die ungarische Nation und ihre Geschichte

Joachim von Puttkamer

Abstract

Die ständische Rechtsordnung des historischen Ungarn ist aus Kompromissen entstanden, welche die politischen und konfessionellen Spaltungen des Landes überbrückten. Mit dem Wandel zu einer sprachlich definierten Nation ist diese Kompromissfähigkeit im 19. Jahrhundert geschwunden. Die Präambel der neuen Verfassung verbindet die Ausblendung der kommunistischen Diktatur mit der autoritären Festlegung auf ein nationalkonservatives Geschichtsbild, das die innere und äußere Einheit der Nation beschwört.

(Osteuropa 12/2011, S. 9–30)