Titelbild Osteuropa 12/2011

Aus Osteuropa 12/2011

An der Weggabelung
Der Energiesektor in Ungarn

András Deák

Abstract

Ungarn ist aufgrund geringer Kohlevorkommen noch stärker als andere ostmitteleuropäische Staaten von Erdgas- und Erdölimporten abhängig. Daher setzte das Land in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf die Integration in den europäischen Energiemarkt. Westeuropäische Unternehmen wurden ins Land geholt, der ungarische Rohölkonzern MOL ist in die Nachbarstaaten expandiert, in die beiden großen Erdgaspipeline-Projekte Nabucco und South Stream ist Ungarn involviert. Die Orbán-Regierung setzt allerdings auf mehr Autarkie und mehr Staat. Konflikte mit den internationalen Investoren und der Europäischen Union sind programmiert.

(Osteuropa 12/2011, S. 231–248)