Titelbild Osteuropa 5/2009

Aus Osteuropa 5/2009

Seele im Westen, Leib im Osten
Zur Publizistik von Stefan Kisielewksi

Paulina Gulińska-Jurgiel

Abstract

Über ein halbes Jahrhundert begleitete Stefan Kisielewski als Feuilletonist und Chronist die politische Entwicklung in der Volksrepublik Polen. Polens Rolle sah er darin, kulturell und geistig zwischen Ost und West zu vermitteln, um so die getrennten Teile Europas zusammenzuführen. Seine Reisen in die Sowjetunion und nach Westeuropa speisten sich aus diesem Motiv. Er plädierte für einen unvoreingenommenen Blick auf die UdSSR und war irritiert durch das westdeutsche Desinteresse an Europas Osten. Die Bedeutung, welche die KSZE für die Überwindung des Ost-West-Konflikts entfalten sollte, erschloss sich Kisielewski noch nicht. Aber an der kulturellen Einheit Europas hielt er fest.

(Osteuropa 5/2009, S. 73–86)