Titelbild Osteuropa 2-3/2009

Aus Osteuropa 2-3/2009

Grenzfälle
Eine Gebrauchsanweisung

Ivaylo Ditchev

Abstract

Die sozialistische Staatsgrenze wurde „verteidigt“. Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts lautet das Paradigma „Bewachung“. Grenzkontrollen verloren an Bedeutung, Überwachungsprozeduren verlagerten sich ins Landesinnere. Wirtschaftliche, kulturelle und politische Unterschiede sind damit aber nicht aufgehoben. Die Grenze ist heute keine scharfe Trennlinie mehr, sondern eher eine Zone, in der sich nationale Stereotypen überschneiden, Warenströme aufeinandertreffen, Menschen begegnen, ein Kontaktraum für imaginäre und reale Differenzen.

(Osteuropa 2-3/2009, S. 291–310)